Meine ersten Eindrücke

 

Ich bin gerade erst etwas über 24 Stunden hier, habe aber schon eine ganze Menge an Eindrücken gesammelt. Außer dass ich heute Morgen eine Stunde zur internationalen Gemeinde geirrt bin, davon 15 Minuten in die falsche Richtung, mir dabei fast Blasen gelaufen und wahrscheinlich schon halb Busan durchquert habe, ist bisher alles gut gegangen (zur Gemeinde läuft man eigentlich eine gute halbe Stunde im Schlendertempo). Die erste Hürde habe ich gestern Mittag am Flughafen gemeistert: Ich hatte weder Telefonnummer noch ein Foto der Lehrerin, die mich abholen wollte, nur die Adresse der Schule und zur Not die eines Hostels. Mein Flug von Shanghai nach Busan hatte anderthalb Stunden Verspätung und als ich endlich durch alle Sicherheitszonen und mit Gepäck draußen war, habe ich mich keine 15 Sekunden umgeschaut und schon kam einer der Deutschlehrer meiner Schule auf mich zu und fragte, ob ich Elisabeth sei. Ich war sehr erleichtert.

 

Meine ersten Eindrücke:

-          Wo man hinschaut, stehen Hochhäuser --> finde ich bisher architektonisch nicht so schön, aber fragt mich in zwei Monaten nochmal

-          Die Supermärkte sind laut, überall werden Waren angepriesen und wenn man mal Hunger, aber kein Geld hat, kann man sich an den koreanischen Kostproben satt essen --> sind eigentlich ganz lecker

-          Wenn man wollte, könnte man sich locker mit deutschem Essen ernähren --> es gibt sogar meinen Schweizerlieblingskäse, Obst und Gemüse ist ziemlich teuer

-          Und dann denkst du, du orientierst dich an einem Hochhaus und plötzlich ist es weg, weil ein anderes Hochhaus im Weg steht…--> für Dorfkinder keine idealen Verhältnisse (und Münster war bzgl. der Stadtgröße auch keine nennenswerte Vorbereitung)

-          Leitungswasser darf man nicht trinken, aber überall stehen Trinkautomaten mit heißem und kaltem Wasser.

-          Meine Deutschlehrerin hat erzählt, dass der Deutschunterricht auf Koreanisch stattfindet --> Na dann herzlichen Glückwunsch

Mir geht es bisher auf jeden Fall gut, ich habe (noch) kein Heimweh. In Zukunft werde ich immer bis spätnachmittags oder abends in der Schule sein und hoffentlich bald schon ganz viel Unterricht vorbereiten dürfen.

 

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