Fir Milenge India

Blick aus dem Flugzeug beim Landeanflug auf Zürich
Blick aus dem Flugzeug beim Landeanflug auf Zürich

Unity in Diversity

Indien, du Land voller Abenteuer, Unterschiede, Religionen, Menschen, Schmutz, Herzlichkeit, Natur und Freundschaft. Vier Monate durfte ich staunend an dir teilhaben, dich atmen, riechen, schmecken, fühlen und mich von dir lenken lassen. Dankbar bin ich für alles, was du mich gelehrt hast. Momente voller Freude und Ekstase und Augenblicke der Einsamkeit und der latenten Verzweiflung hast du mir beschert. Ich durfte deine Hauptstadt, die weite Wüstenlandschaft Rajasthans, das Technologie- und Industriezentrum Pune und deinen Süden mit den wunderschönen Teeplantagen, Stränden und Sonnenuntergängen im Meer erleben.

 

Es war nicht immer leicht...

Immer wieder hast du dabei für Überraschungen gesorgt. Singende Taxifahrer, selfiebegeisterte und phantastisch schauspielernde Schüler, gänzlich überfüllte und dennoch rasend schnelle Busse auf gewundenen Bergstraßen, Kühe, Katzen, Hunde und Elefanten – nahezu überall, über alle Maßen herzliche Kollegen und Mitmenschen, neue Freunde und Leidensgenossen, Feuerwerk und Drachensteigen – das alles hast du mir geboten und noch so viel mehr.

Eine Woche bin ich nun bereits im kalten und verregneten Deutschland zurück und doch noch nicht recht ankommen. Ich erwische mich tagtäglich, wie ich Vergleiche ziehe, wie ich mich immer wieder an dich zurückerinnert fühle. Nur wenige Länder können einem eine nahezu vollkommen fremde Kultur mit einem solch herzlichen Lächeln näherbringen, wie du es vermagst. Sicherlich – du hast es mir auch so manches Mal schwer gemacht.

Mangelhafte Infrastruktur, Smog, unwissende Fahrer, Verkehrsstaus, mangelnde Hygienestandards – insbesondere beim Essen, all‘ das ist nicht immer leicht. Auch wenn mich das immer mal wieder über dich hat schimpfen und nahezu hysterisch lachen lassen, bin ich mir doch sicher, dass du es mir nicht persönlich nimmst.

 

...und doch eine einmalige Erfahrung

Irgendwie hast du deinen eigenen Charme, deine eigene Zeit und deinen eigenen Weg. Ich bin überaus froh, dass ich über das SCHULWÄRTS!-Programm die besondere Chance bekommen habe, über vier Monate hinweg einen Blick hinter deine touristischen Fassaden voll von Joga, Tee, Curry und Ayurveda werfen zu können. Ein besonders großer Dank geht an Olav Schröer, der für dich und die deutsche Kultur als Experte für Unterricht am Max-Mueller-Bhavan / Goethe-Institut New-Delhi tätig ist und mich ganz wundervoll während meiner Zeit betreut hat und ein Freund geworden ist. Gleiches gilt für meine Kollegin und Freundin an der Springdales School, Punita Kapoor, die ihren Schülern voller Leidenschaft die deutsche Sprache näherbringt und sich immer Zeit genommen hat, mir den Alltag in Indien zu erklären. Ferner soll auch allen weiteren Kollegen am Goethe-Institut und an der Springdales School ein großer Dank ausgesprochen werden, die mir unkompliziert Arzttermine organisiert oder bierselige Abende vorm Fernseher nebst Bayernsieg – einziger Wehmutstropfen – beschert haben. Es bliebe noch so viel über dich zu sagen, so viele Bilder zu posten und Erlebnisse zu teilen. Doch manchmal ist es auch gut, alle diese Erinnerungen und besonderen Momente ganz fest ins Herz zu schließen und einfach festzustellen: Das kann mir keiner nehmen. In diesem Sinne – I’ll be back, Sir Toby out.

DIWALI Feierlichkeiten vor dem Sikh-Tempel gemeinsam mit Punita Kapoor - der Deutschlehrerin der Springdales School, Pusa Road
DIWALI Feierlichkeiten vor dem Sikh-Tempel gemeinsam mit Punita Kapoor - der Deutschlehrerin der Springdales School, Pusa Road

Kommentar schreiben

Kommentare: 0