Von indischen Pferden und heißen Pinguinen

Mein Ankommen
Durch einen Aufruf von Clara Schaksmeier, machte ich mich kurzerhand auf den Weg nach Indien bzw. in die Kleinstadt Hisar im Bundesland Haryanna.
Mitten in der Nacht erreichte ich Neu Delhi und nach einigen Koordinationsschwierigkeiten meinen Fahrer zu finden und einer Handyrechnung von fast 30 Euro, fand ich endlich meinen Fahrer und wir machten uns auf den Weg nach Hisar. Dort wurde ich freundlich von meiner Gastfamilie, dem Rektor und seiner Frau empfangen. Nach drei Stunden Schlaf, war für mich die Nacht vorbei. Ich wusste gar nicht wie mir geschieht schon ging es in die GD Goenka Schule Hisar. Dort wurde ich mit sage und schreibe sieben wunderbar duftenden Rosenketten behängt, einen roten Punkt bekam ich auf die Stirn gesetzt und eine ausgewählte Schülerschaft empfing mich stolz. Die Rosenketten waren so schön, dass ich sie den ganzen Tag umbehielt und an jedem Ort wo ich war eine rosenblütenspur hinterließ.

Empfangszeremonie
Empfangszeremonie

Die Inder: Ein Volk der Feste
Nachdem die erste Empfangszeremonie überstanden hatte, folgte die Nächste: Die Schüler des Kindergartens und der Grundschule tanzten und sangen unterschiedlichste Lieder und waren dabei in kitschige kleine Anzügen gekleidet. Nachdem ich dann ca. zwei Stunden mein Dauergrinsen zeigte, machten sich der Flug und die lange Reise bemerkbar. Ich wollte niemanden mehr sehen!! Weshalb ich beschloss alleine einen Rundgang über den Schulcampus zu drehen. Tja, zu früh gefreut. In Indien geht man nicht allein… . Mir wurde eine „Nanny“ (Hilfskraft) zur Seite gestellt, die mir den Campus zeigen sollte. Alle paar Sekunden stoppten wir um Fotos zu machen: Lisa und die Nanny vor dem Eingangstor, Lisa und die Nanny vor dem Hibiskusstrauch, Lisa und die Nanny auf einer Mauer sitzend …

Cow-Selfie Time
Cow-Selfie Time

Fotos, Fotos, Fotos
Auf unserer Exkursion über den Campus stoppten wir zuerst bei den Schulbussen. Die Busfahrer waren ganz aufgeregt eine Europäerin zu sehen und so durfte ich mir wieder unter meinem Dauerlächeln von den stolzen Busfahrern zeigen lassen wo die Klimaanlage im Bus ist und wie sie mich 20 Meter fahren. Kaum aus dem Bus ausgestiegen galoppierte schon das  nächste Transportmittel herbei.  Kurzerhand wurde ich auf ein rieses Pferd gesetzt und erneut von allen Seiten fotografiert. Wohl war mir bei der Sache nicht, da ich keine Angst vor Pferden habe aber ich auch nicht unbedingt den Drang verspüre in ihre Nähe zu kommen. Nachdem ich meinen Weg vom Pferd herunter gefunden hatte und endlich wieder festen Boden unter den Füßen verspürte, wurde die Führung fortgesetzt. Überglücklich präsentierte mir die Nanny Karusselle welche für den Spaß der Schüler direkt vor dem Schulgebäude standen. In der prallen Sonne bei 40 Grad Celsius! Da die Nanny kaum englisch sprach, musste ich mich nach einiger Zeit geschlagen geben und mich in das Pinguinkarussel setzten. Bereits bevor ich mich setzte spürte ich die Hitze welches von dem heißen Plastik ausging. Während ich mir den Hintern verbrannte, hatte die Nanny den größten Spaß…

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Kommentare: 2
  • #1

    Leonie Gmünder (Freitag, 01 September 2017 20:00)

    Sehr sehr schöne Geschichten :)

  • #2

    Steffi Blumi (Sonntag, 03 September 2017 20:05)

    Finde ich auch, Leo. Wegen solchen Geschichten ist man doch unterwegs.
    Besonders gut gefällt mir die Vorstellung, wie du die zwei Söhne der Nachbarin begrüßt - deine Höschen in der einen Hand, die Teetasse in der Anderen :D
    Bin gespannt auf mehr!