Über Stereotype und den Unterricht an der I&C Foreign Languages School

Noch in Deutschland hatte ich ganz bestimmte Vorstellungen über den Schulunterricht in China. Sowohl Fernsehreportagen als auch persönliche Erfahrungsberichte von Bekannten vermittelten mir den Eindruck, dass der chinesische Schulalltag von Frontalunterricht, an Burn-Out-leidenden Schülern und wenig Raum für Kreativität geprägt sei. Als ich dann die ersten Stunden in den Deutschklassen der I&C Foreign Languages School hospitierte, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Meine chinesischen Kolleginnen beherrschen nicht nur einwandfreies Deutsch, sie bedienen sich auch modernster Unterrichtsmethoden wie beispielsweise Rollenspielen, dem Gallery Walk, oder anderer neuer Gruppenarbeitsvarianten.

Kreative statt überforderte Schüler
Auch die Schüler machen – von chronischer Schläfrigkeit mal abgesehen – ganz und gar keinen traurigen Eindruck auf mich. Es sind ganz „normale“ Teenager, für die in diesem Alter die Schule nicht unbedingt zum Hauptinteresse gehört. Ich war vor allem beeindruckt, wie kreativ die Schüler sein können, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Beispielsweise ist es die Aufgabe einer jeden Klasse, in ihrem Klassenraum das hintere Tafelbild themenspezifisch zu gestalten. Was sich dabei für Kunstwerke auftun, ist wirklich beachtlich.

Und auch bei Projektarbeitsphasen liefern die Schüler großartige Ergebnisse ab. Beispielsweise müssen sie jeden Freitag an einem kleinen Projekt arbeiten, das dann an einem darauffolgenden Freitag zur Mittagszeit ihren Klassenkameraden präsentiert wird. So geschah es, dass ich mich letzten Freitag in einer „China sucht den Superstar“-Show wiederfand. Die Schüler hatten an alles gedacht: drei lustige Juroren, ein eloquenter (natürlich deutsch-sprechender) Host, großartige Sängerinnen, einen Tänzer sowie zwei Kameramänner, die das Spektakel aufzeichneten. Es war grandios – von der Stimmung ganz zu schweigen. Damit war für mich also auch dieses Vorurteil über unkreative und überforderte chinesische Schüler begraben.

Die Arbeitsbelastung der Schüler ist hoch
Allerdings muss ich eines einräumen. Das Arbeitspensum ist für die Schüler der I&C tatsächlich sehr hoch. Letzte Woche gab es die Midterm-Exams, die vom Umfang her locker mit dem deutschen Abitur mithalten können. Und die Fremdsprachen zu lernen bedeutet für die Schüler eine zusätzliche Arbeitsbelastung. Denn für das Gao Kao, die große chinesische Universitätseignungsprüfung, werden diese Fähigkeiten nicht gebraucht. Umso beachtlicher, dass sich die Schüler fürs Deutschlernen entschieden haben.

Darüber hinaus bildet die I&C mit ihrem Fremdsprachenschwerpunkt eine Ausnahme unter chinesischen Schulen und sticht in ihrer Qualität deutlich hervor. Umso glücklicher schätze ich mich, meinen Praktikumsplatz an dieser Schule ergattert zu haben und freue mich für jeden neuen Studenten, der diese Möglichkeit erhalten wird.

 

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Welcome to Shanghai – Die Industry & CommerceForeign Languages School

Shanghai – 17:00 Uhr – Die Frisur sitzt...nicht mehr ganz so gut!
Nach 15 ½ Stunden Flug komme ich also in Shanghai an. Nach der Passkontrolle kann ich meine viel zu schweren Koffer vom Band hieven und den Flughafen verlassen. Am Ausgang steht schon der stellvertretende Schulleiter der Industry & Commerce Foreign Languages School (I&C), Herr Kim, um mich abzuholen. Nach 45 Minuten Fahrt kommen wir an der Schule an. Diese liegt in Xuhui, einer der inneren Stadtbezirke Shanghais. Dieser Bezirk hat ca. 886.000 Einwohner und ist größenmäßig mit Stockholm zu vergleichen. Obwohl Xuhui zum inneren Gebiet Shanghais gehört, braucht man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dennoch ca. 45 Minuten, um zum Bund zu gelangen, dem Kern und nächtlichen Hotspot Shanghais.

Eine reibungslose Ankunft und ein super erster Abend
Nun aber zurück zum Ankunftstag. Es ist mittlerweile 18 Uhr Ortszeit, ich fühle mich aber, als ob ich gerade erst aufgestanden wäre. Was tatsächlich stimmt, denn ich konnte die meiste Zeit während meines Fluges schlafen und hatte kurz vor der Ankunft noch Frühstück im Flugzeug. Da es Sonntag ist, sehe ich noch nichts vom Campus und den Schülern. Herr Kim checkt mich im gegenübergelegenen Hotel ein und gibt mir Zeit, anzukommen und meine Sachen und Gedanken zu sortieren.

Eine riesen Portion Erleichterung macht sich bei mir breit. Schließlich waren dies meine größten Sorgen: Wie finde ich Herrn Kim vorm Flughafen? Wie komme ich im Notfall zur Schule? Und wie wird meine Unterkunft sein? Alles vollkommen unberechtigt wie sich heraus stellt. Es wurde an alles gedacht und in einem Hotel einquartiert zu werden, ist nun wirklich der größte Luxus. In diesem soll ich übrigens für die nächsten zwei Wochen bleiben, um mich langsam an Shanghai gewöhnen zu können. Ich bin überwältigt.

Herr Kim lädt mich zum Abendessen im Hotelrestaurant ein und macht mich mit den chinesischen Tischsitten und Essgewohnheiten vertraut. Mit ein paar Gläsern Tsingtao, einer sehr bekannten chinesischen Biermarke, stellt er sicher, dass ich an diesem Abend auch wirklich schlafen kann. Was mir vor lauter Aufregung natürlich dennoch nicht so ganz gelingt. Aber ich bin begeistert wie freundlich und entspannt meine erste Begegnung auf chinesischem Boden verlaufen ist.
 
Der erste Tag in der Praktikumsschule
XiuXiu, meine Ansprechpartnerin und die Leiterin des German Departments, empfängt mich um 12:00 Uhr am Schultor. Der Schulcampus wird rund um die Uhr von Wachmännern beaufsichtigt und durch ein Tor abgesichert. Dies ist normal in China, macht aber im Fall der I&C auch Sinn, denn zum Teil wohnen die Schüler auch auf dem Schulgelände.

Das erste, was ich von innen sehe ist die Mensa. Größenmäßig ist sie mit einer Universitätsmensa zu vergleichen und zu Stoßzeiten kann es auch schon mal etwas voller werden, wenn 2.400 Schüler gleichzeitig Hunger haben. Für die Lehrer gibt es eine eigene Essensausgabe, was die Wartezeit angenehm verkürzt.

Frisch gestärkt kann ich jetzt also meine Kollegen für die nächsten Wochen kennen lernen. Das Sprachendepartment hat seinen Sitz in der siebten Etage des Hauptgebäudes. Insgesamt hat die I&C drei Schulgebäude, die jeweils mehrere Etagen hoch sind. Die I&C ist eine der besten Fremdsprachenschulen Shanghais. Unter anderem ist sie mit Smartboards für jedes Klassenzimmer hochmodern ausgestattet. Mit sieben Sprachdepartments wird sie ihrem Namen definitiv gerecht. Unterrichtet wird neben Deutsch außerdem Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Koreanisch und Japanisch.

Die Deutschschüler sind topfit
Die Deutschabteilung hat fünf Lehrer und mit mir nun noch einen halben auf Zeit. Da das Fremdsprachenlernen der Schwerpunkt der Schule ist, haben die Schüler des ersten Jahrgangs in ihrer jeweiligen Hauptsprache 20 Stunden pro Woche Unterricht. Dementsprechend machen sie rasante Fortschritte beim Lernen. Dies merke ich vor allem, als ich zum ersten Mal eine Anfängerklasse unterrichte und bereits sehr gut mit ihnen auf Deutsch kommunizieren kann, obwohl sie erst seit drei Wochen Deutschunterricht haben.

Die Schulform der I&C kann man wohl mit einer deutschen Berufsschule vergleichen. Allerdings nehmen die Schüler auch hier am Ende der Schulzeit am Gao Kao, dem chinesischen Examen zur Hochschul-Matrikulation, teil.

Wirtschaft zum Ausprobieren
Neben dem Fremdsprachenlernen bildet das praktische Lernen eine weitere Säule des Schulkonzepts. Die Schüler werden schon früh mit der betriebswirtschaftlichen Praxis vertraut gemacht und führen eigene Projektsimulationen durch. Eine solche war zum Beispiel die „International Asian Practice Enterprise Fair“, ein Messeprojekt, zum dem eigens Schüler aus Kanada, Deutschland und Südkorea anreisten, um daran teilzunehmen. Die Schüler hatten in den Wochen vor der Messe eigene imaginäre Firmen gegründet und übten auf der Messe nun untereinander die Vermarktung ihrer Geschäftsideen. Die Schule bietet den Schülern zur Umsetzung solcher Projekte ein eigenes Computer-Lab, in dem die Schüler arbeiten und ihre Ideen entwickeln können.

Hier wird internationaler Austausch gefördert
Nicht nur zu solchen besonderen Projekten bekommt die I&C internationalen Besuch. Die Schule hat sehr viele Partnerschulen im Ausland und so verweilen alle paar Wochen Gäste aus aller Herren Länder an der Schule. In den wenigen Wochen, die ich hier bin, habe ich bereits eine schweizerische und eine kanadische Delegation kennenlernen dürfen.

Außerdem gibt es eine kleine internationale Klasse an der Schule. Diese besteht aus fünf Schülern (aus Deutschland, Frankreich, der Türkei, Südamerika und Schweden). Diese leben für ein Jahr in Shanghai und lernen intensiv die chinesische Sprache und Kultur kennen. Könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich an einem solchen Austauschjahr sofort teilnehmen. Nach meinen Hospitationen und Unterrichtseinheiten gestattet es mir die Schule, mich in den Unterricht der internationalen Klasse hineinzusetzen und ein paar Brocken Chinesisch aufzuschnappen. Eine großartige Möglichkeit.

Letzte Besprechungen, bevor es richtig losgeht...
Nun aber zurück zu meinem ersten Praktikumstag. Nach dem Essen lernte ich also meine neuen Kollegen kennen, die mich alle herzlich empfingen, und bekam außerdem meinen Arbeitsplatz im Lehrerzimmer zugewiesen. XiuXiu und ich besprachen meinen Hospitationsplan für die nächsten zwei Wochen, in denen ich zunächst ausschließlich hospitieren sollte. Ich bekam einen gut strukturierten Stundenplan, mit dem ich die Möglichkeit erhielt, alle Lehrerinnen, ihre Unterrichtsstile und die unterschiedlichen Klassen kennen zu lernen. Es konnte also losgehen...

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Vorbereitungen

Die Abschlussarbeit abgegeben, den Masterabschluss in der Tasche, jetzt konnten also die Vorbereitungen für meinen China-Aufenthalt beginnen. Zwischen Uniabschluss und Ausreisetag blieb mir noch genügend Zeit, mich auf mein Abenteuer einzustimmen.
 
Mit der Landessprache erreicht man die Menschen
Einen ersten Schritt, den ich bereits nach der Zusage für das Stipendium unternahm, war die Anmeldung für einen Sprachkurs an einer der Berliner Volkshochschulen. Leider begann dieser genau während der heißen Phase meiner Masterarbeit, sodass ich ein paar Sitzungen verpassen musste. Auch wenn Englisch eine Weltsprache ist, lege ich jedem ans Herz, wenigstens ein paar chinesische Grundphrasen und -wörter zu lernen. Shanghai bildet vielleicht noch eine Ausnahme, aber generell sollte man in China nicht davon ausgehen, sich auf Englisch verständigen zu können.

Natürlich wird man sich nach ein paar Sitzungen Chinesisch-Unterricht nicht gleich mit Einheimischen in lockere Plaudereien verwickeln können, aber die Grundlagen zu beherrschen – oder es wenigstens zu versuchen – wird euch sehr weit bringen. Und natürlich kann man damit auch wesentlich selbstbewusster den Alltag bestreiten. Meist reichen schon ein paar Worte und ihr werdet von euren chinesischen Mitmenschen überschwänglich für eure Sprachkenntnisse gelobt. Gerne kann man dann dafür sein Gegenüber für sein fließendes Englisch zurück loben. ;)
 
Übersetzungs-Apps als wertvolle Hilfe im Alltag
Dennoch kann es natürlich auch passieren, dass man euch einfach nicht verstehen will, da häufig davon ausgegangen wird, dass Ausländer generell kein Chinesisch beherrschen. Dann sind Übersetzungs-Apps eure kleinen alltäglichen Helfer.

Pleco ist eine englischsprachige Übersetzungs-App mit umfangreichen Funktionen. Unter anderem können mit der Handykamera chinesische Schriftzeichen gescannt werden, um sie zu übersetzen. Außerdem könnt ihr die Schriftzeichen selbst auf’s Display zeichnen, um sie von der App erkennen zu lassen. Die Wortsammlung ist umfangreich und bedient sich der Übersetzungen von Oxford- und Longman-Wörterbüchern. Wenn man möchte, kann man die Begriffe auch aussprechen lassen.

Eine weitere zuverlässige Übersetzungs-App ist Bravolol. Sie hat nicht so viele Funktionen wie Pleco, funktioniert aber auch offline und hilft euch vor allem in den ersten Tagen ohne Sim-Karte und mobiles Internet weiter.

Wenn ihr ins Restaurant geht, kann es natürlich passieren, dass die Karte ausschließlich auf Chinesisch ist. Um nicht einfach blind mit dem Finger auf irgendwas zeigen zu müssen, könnt ihr vorher Waygo bemühen. Waygo funktioniert ähnlich wie Pleco und scannt die Schriftzeichen. Ich habe die App auch schon im Supermarkt zu Rate gezogen und war froh, nicht den Getreidekaffee gekauft zu haben.

Wenn ihr mehr als nur ein paar Wörter übersetzen müsst, gibt es sehr gute Service-Seiten, die über WeChat (ein Messenger, ähnlich wie WhatsApp) abonniert werden können. Über Ringy oder TextGet könnt ihr direkt mit Muttersprachlern in Kontakt treten und diese übersetzen meist innerhalb weniger Minuten eure Nachrichten.
 
Tipps und Tricks fürs Finanzielle vor Ort
Wahrscheinlich werdet ihr für euren Aufenthalt in China kein Bankkonto eröffnen und leider sehr umständlich mit Bargeld bezahlen müssen. China ist hochentwickelt was das bargeldlose Bezahlen angeht und ich beobachte immer sehnsüchtig chinesische Freunde, die nur mit ihrem Handy die Restaurantrechnung begleichen können. Leider lassen sich diese Funktionen nur mit einem chinesischen Bankkonto auf dem Handy einrichten.

Fast jeder, der ins Ausland geht, besitzt ein Bankkonto bei der DKB. Mit der Kreditkarte der DKB lässt sich an fast jedem Automaten in China Geld abheben. Wenn es mal nicht funktionieren sollte, dann liegt es meist daran, dass kein Geld im Automat ist.

Seid vorsichtig an den Automaten. Wir haben es auch schon erlebt, dass einer Bekannten die Karte eingezogen wurde. Am besten immer genau hinschauen, an welchem Automaten ihr steht. Es gibt die klassischen ATMs zum Geldabheben und dann gibt es noch Automaten, die nur für Überweisungen sind. Diese am besten meiden. Automaten der Bank of China und anderer großer Geldinstitute haben mich bis jetzt aber nie im Stich gelassen.
 
Was lohnt sich an Lektüre? Blogs, Reiseführer oder sonstige Bücher?
Wie ihr es selbst auch gerade mit diesem Blog tut, habe auch ich mich vor meiner Ausreise eingehend über mein Reiseziel eingelesen. Tatsächlich haben mir Blogeinträge sehr gut dabei geholfen, eine erste Vorstellung vom chinesischen Alltag zu bekommen und zu erfahren, auf was ich mich vorbereiten sollte.

Außerdem hatte ich von meinen lieben Kolleginnen ein sehr gutes Buch zum Abschied geschenkt bekommen. Der Autor Kai Strittmacher war acht Jahre lang SZ-Korrespondent in Peking. Mit „Gebrauchsanweisung für China“ hat er einen launigen und unterhaltsamen Einblick in die chinesische Seele verfasst. Sein Schreibstil und die Anekdoten heben sich sprachlich und stilistisch von den vielen China-Ratgebern ab, die sich meiner Meinung nach zu vieler Platituden und Verallgemeinerungen bedienen. Fiel es mir in Deutschland zuweilen noch schwer, mich durch die Kapitel zu lesen, hat sich das Buch erst in China inhaltlich richtig für mich eröffnet und es bereitet mir große Freude, mich in der einen oder anderen ruhigen Minute weiter darin zu vertiefen und mit meinen persönlichen Erfahrungen zu vergleichen. (Aber von den ruhigen Minuten werdet ihr hier in China nicht allzu viele haben.)
 
Interkulturelles Training ist von Vorteil!
Ein spezielles, interkulturelles Training bietet eure Universität vielleicht nicht an, aber ich hatte die Möglichkeit, an der Humboldt-Universität an einem interkulturellen Trainingsworkshop speziell für China teilzunehmen. Ein Highlight war, als Professor Henze, unser Workshop-Leiter und Chinaexperte, uns in ein traditionelles chinesisches Restaurant ausführte und in die Geheimnisse chinesischer Tischsitten einführte. Dieses Wissen hat mir tatsächlich beim ersten Abendessen lobende Worte des stellvertretenden Schulleiters eingebracht.
 
Tipps zum Visum
Das Wichtigste zum Schluss: das Visum. Ein Visum für China lässt sich nicht direkt am chinesischen Konsulat beantragen. Es gibt aber sehr viele Visa-Agenturen, die genau diesen Service übernehmen. Welche ihr nehmt, richtet sich wahrscheinlich am besten danach, wo ihr in Deutschland wohnt. Ich hatte eine Berliner Agentur mit der Beantragung meines Visums beauftragt. Das hat circa zwei Wochen gedauert und danach hatte ich mein 90-Tage-Visum der Kategorie F. Das Visum F ist ein nicht-kommerzielles Visum für Wissenschaftler oder Kulturschaffende.
 
Am besten ihr beantragt euer Visum spätestens zwei Monate vor eurer Ausreise, um sicher zu gehen, dass alles rechtzeitig geklärt werden kann. Welche Art von Visum ihr bekommt und für wie lange das Visum erteilt wird, liegt im Ermessen des Konsulats. Meine Mitstreiterin Isabelle hat zum Beispiel ein Visum erhalten, mit dem sie nach 60 Tagen einmal aus China ausreisen muss, um es verlängern zu können.

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Warum China?!

Erzählte ich Bekannten und Freunden von meinen Plänen, für mehrere Wochen nach China zu gehen, bekam ich immer genau zweierlei Reaktionen. Entweder uneingeschränkte Begeisterung und Zuspruch, meist von denen, die auch selbst schon China bereist hatten. Oder aber an Ablehnung grenzendes Erstaunen. Eine Frage, die mir von letzteren dann häufig gestellt wurde, lautete: Warum ausgerechnet China? Diese Frage konnte ich nie mit nur einem Satz beantworten.

 

China ist kulturell das andersartigste Land, das ich bis dahin bereisen würde. China fasziniert. Die tiefgreifenden Umwälzungen, denen dieses Land unterliegt, sind einzigartig in der Geschichte der Menschheit. Wer nicht selbst in China war, kann kaum die Tragweite erfassen, mit welch rasender Geschwindigkeit sich ländliche Regionen und Städte verändern. Diesen Wandel – zwischen Tradition und Aufstieg zur Weltmacht – wollte ich aus unmittelbarer Nähe erleben und aus einem alltäglichen Blickwinkel betrachten.

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