Tto man-na-yo! - Auf Wiedersehen

Hier kommt ein letztes Lebenszeichen von mir aus Südkorea, bevor ich mich wieder auf den Weg nach Deutschland mache. Ich freue mich sehr, Weihnachten bei meiner Familie sein zu können und kann es mittlerweile kaum erwarten. Das wird ein Wiedersehen…

Hinter mir liegt ein volles Wochenende. Wir hatten Ostasiencamp in Seoul und ich durfte aktiv mitarbeiten und die Jugendlichen bespaßen. Sie kamen aus China, Japan, Hongkong, Taiwan, Mongolei und Korea und sollten eigentlich Deutsch reden, was eher schlecht geklappt hat…J Mit Namenlernen war es auch nichts. Ich dachte ja, koreanische Namen sind schon unmöglich zu lernen, da kannte ich die mongolischen noch nicht. Die konnte ich nicht einmal aussprechen, geschweige denn mir merken. Ich habe auch öfter Leute angesprochen, die nicht zu unserer Gruppe gehörten und mich damit in ziemlich peinliche Situationen gebracht.

In der Schule steht nun noch Aufräumen und Verabschieden an. Aus China ist ein Wichtelpaket gekommen, dass ich heute noch mit einem Weihnachtsquiz unter die Leute bringen werde.

 

Die Zeit hier in Korea ist nun doch ziemlich schnell vergangen. Es war nicht immer so einfach, mit den Gegebenheiten hier in der Schule klarzukommen und zufrieden zu sein. Das hat mal besser, mal schlechter funktioniert. Dennoch will ich die Zeit hier nicht missen. Ich durfte so viel über den Umgang mit anderen Menschen, über mich selbst und meine Lehrerpersönlichkeit lernen. Dafür bin ich sehr dankbar.

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Über Prüfungen und Freizeitgestaltung

In Südkorea werden Prüfungen während des Schuljahres, auch wenn es sich nicht um Abschlussprüfungen handelt, sehr ernst genommen. Seit Wochen findet an meiner Schule in Busan die Prüfungsvorbereitung statt. Das bedeutet für die Schülerinnen noch mehr lernen und weniger Freizeit als es sonst schon der Fall ist. Wie man noch mehr lernen kann, als die Mädchen meiner Schule es bereits tun, ist mir allerdings schleierhaft.

 

 

Busan ist nicht nur eine unübersichtliche Großstadt, sondern hat auch sehr schöne Ecken aufzuweisen, die gerade Natur- und Wanderfreunde anlocken. Hier ist es ziemlich bergig – oder hügelig, je nach Auffassung – und auch ich habe schon ein paar Mal die Schönheit der Natur genießen können. Gleichzeitig ist Busan eine Hafenstadt und hat so ebenfalls einige schöne Strände zu verzeichnen. 

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Warum ich Deutschlehrer und kein Informatiker werde

Hinter mir liegen zwei spannende Wochenenden in Seoul. Letzte Woche fand das PASCH-Fest statt. Morgens haben einige Schüler an einem Workshop zum Thema „Film ab“ teilgenommen, wo sie einen Werbespot zu einer deutschen Süßigkeit gedreht haben. Nachmittags wurde ein bisschen festliche Stimmung verbreitet und gefeiert. 

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Natur, Unterricht und andere Kostbarkeiten

Ich hatte am Donnerstag einen ca. 10 cm langen und 0,5 cm breiten Tausendfüßler in meiner Wohnung. Der hat mich direkt beim Reinkommen begrüßt. Ich habe ihm in der Dusche aufgelauert…Ansonsten komme ich mit den Tieren (Kakerlaken und Tausendfüßler) in meiner Wohnung mittlerweile ganz gut klar.

Ich durfte diese Woche einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Singen!!! Meine Deutschklassen hatten viel Spaß dabei und sind auch noch ziemlich gut.

Letztes Wochenende war ich mit Leuten aus der Gemeinde Koreanisch essen. Man bestellt mehrere Gerichte und alle essen dann alles. Dabei geht man mit seinen eigenen Stäbchen in die Schüsseln für alle und bedient sich. Sehr unkompliziert, aber für manche Deutsche bestimmt eine Herausforderung…J Am Anfang dachte ich bzgl. des Essens: Ja, kann man essen, das halte ich wohl für drei Monate aus. Jetzt denke ich langsam: Eigentlich sogar ziemlich lecker. Aber über Brot und Co. freue ich mich trotzdem immer sehr.

 

Ich war bei der Touristeninformation und bin jetzt bereit, die Welt zu erobern bzw. Busan.

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Arbeitsalltag in Busan

Ich war von Dienstag bis Mittwoch in Seoul im Goethe-Institut, habe mir das mal angeschaut und noch weitere Aufträge bzgl. meiner Arbeit bekommen. Dreimal werde ich noch nach Seoul fahren. Unterkunft und Fahrt werden immer bezahlt, ist also auszuhalten , allerdings werde ich von Seoul vermutlich nicht so viel zu sehen bekommen.

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Meine ersten Eindrücke

 

Ich bin gerade erst etwas über 24 Stunden hier, habe aber schon eine ganze Menge an Eindrücken gesammelt. Außer dass ich heute Morgen eine Stunde zur internationalen Gemeinde geirrt bin, davon 15 Minuten in die falsche Richtung, mir dabei fast Blasen gelaufen und wahrscheinlich schon halb Busan durchquert habe, ist bisher alles gut gegangen (zur Gemeinde läuft man eigentlich eine gute halbe Stunde im Schlendertempo). Die erste Hürde habe ich gestern Mittag am Flughafen gemeistert: Ich hatte weder Telefonnummer noch ein Foto der Lehrerin, die mich abholen wollte, nur die Adresse der Schule und zur Not die eines Hostels. Mein Flug von Shanghai nach Busan hatte anderthalb Stunden Verspätung und als ich endlich durch alle Sicherheitszonen und mit Gepäck draußen war, habe ich mich keine 15 Sekunden umgeschaut und schon kam einer der Deutschlehrer meiner Schule auf mich zu und fragte, ob ich Elisabeth sei. Ich war sehr erleichtert.

 

Meine ersten Eindrücke:

-          Wo man hinschaut, stehen Hochhäuser --> finde ich bisher architektonisch nicht so schön, aber fragt mich in zwei Monaten nochmal

-          Die Supermärkte sind laut, überall werden Waren angepriesen und wenn man mal Hunger, aber kein Geld hat, kann man sich an den koreanischen Kostproben satt essen --> sind eigentlich ganz lecker

-          Wenn man wollte, könnte man sich locker mit deutschem Essen ernähren --> es gibt sogar meinen Schweizerlieblingskäse, Obst und Gemüse ist ziemlich teuer

-          Und dann denkst du, du orientierst dich an einem Hochhaus und plötzlich ist es weg, weil ein anderes Hochhaus im Weg steht…--> für Dorfkinder keine idealen Verhältnisse (und Münster war bzgl. der Stadtgröße auch keine nennenswerte Vorbereitung)

-          Leitungswasser darf man nicht trinken, aber überall stehen Trinkautomaten mit heißem und kaltem Wasser.

-          Meine Deutschlehrerin hat erzählt, dass der Deutschunterricht auf Koreanisch stattfindet --> Na dann herzlichen Glückwunsch

Mir geht es bisher auf jeden Fall gut, ich habe (noch) kein Heimweh. In Zukunft werde ich immer bis spätnachmittags oder abends in der Schule sein und hoffentlich bald schon ganz viel Unterricht vorbereiten dürfen.

 

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