Elefanten Update

Wie bereits erwähnt wollte ich die Tiere, für die Thailand weltweit bekannt ist auch einmal sehen. Aber es gibt natürlich auch viele Berichte und Reportagen darüber, wie schlecht es den Dickhäutern mit den Touristen geht, daher wollte ich mich vorher informieren, um ja keine Touri-Falle auf dem Leim zu gehen.

Ich habe gelesen, dass Elefantenreiten nicht so toll für die Tiere sein soll, also wollte ich das möglichst vermeiden. Ausserdem habe ich ein paar Touristenelefanten in Ayutthaya gesehen. Die mussten im Viertelstundentakt immer Touristen transportieren über den heißen Asphalt und durch den Straßenverkehr.

Ich weiß nicht, ob ich mir das eingebildet habe, aber die Elefanten sahen unglücklich aus. Besonders unschön fand ich die trainierten Elefanten die für Fotos mit den Touristen herhalten mussten. Dabei war auch ein „kleiner“ Elefant, der vielleicht erst ein halbes Jahr alt war (laut Aussage meiner Freundin). Also wusste ich schon einmal was ich nicht wollte.

Durch Recherche im Internet bin ich auf Elefants World gestoßen und das auch noch in Kanchanaburi! Das klang für mich ganz ansprechend, vor allem, dass es sich um alte und aus der Forstwirtschaft gerettete Elefanten handelte fand ich gut. Also habe ich auf gut Glück einen Tagesausflug gebucht. Früh gegen neun Uhr wurde man abgeholt…das fand ich schon Mal klasse. In meinem Bus waren nur Deutsche und für mich eine willkommene Gelegenheit auch einmal Deutsch zu sprechen. In Elefants World wurden wir erst einmal begrüßt. Anschließend wurden grundlegende Regeln im Umgang mit Elefanten erklärt, die zumeist auch dem gesunden Menschenverstand entsprechen.

Unsere Gruppenleitung war eine junge Thailänderin, allerdings war sie eine der wenigen Einheimischen in der NGO. Viele Freiwillige, die für Unterkunft und Verpflegen in der Organisation arbeiten, kommen aus anderen Ländern, häufig auch aus Europa und den USA. Auch die meisten Gäste (ich denke eigentlich alle) kamen aus dem Westen und es gab kaum Einheimische. Ich habe mir es damit erklärt, dass der Eintrittspreis mit 60 Euro doch etwas hoch ist, für den durchschnittlichen Thai…

In Kleingruppen hatten wir alle den gleichen Tagesablauf: Wir durften die Elefanten beim Baden beobachten und sie mit Früchten füttern, anschließend haben wir Futter für die alten Elefanten zubereitet, Klebereis mit Früchten, das zunächst gekocht werden musste. Immer wieder wurden auch kleinere Unterbrechungen mit Filmen und Erklärungen zu den Elefanten in Thailand allgemein und auch zur Einrichtung „Elephant‘s World“. Die Besucher mussten auch tatkräftig mit anpacken und etwa, wie meine Gruppe, die Früchte für die morgige Besuchergruppe waschen. Das Mittagessen wurde von der Organisation gestellt, ein weitreichendes Buffet mit unterschiedlichen Speisen und Getränken.

Am meisten gefreut hat mich, und die meisten anderen Touristen, dass wir zum Abschied mit den Elefanten baden durften. Dabei haben wir Schrubber und Eimer bekommen, mit denen wir zu dritt oder viert pro Elefant helfen durften, die Tiere zu säubern. Auch davor wurden wir eingewiesen, etwa keine lauten Geräusche zu machen und nicht zwischen zwei Elefanten zu klettern. Dann ging es auch schon los, wie immer, in Thailand haben wir Frauen keine Schwimmkleidung getragen, sondern sind einfach mit den Klamotten ins Wasser gegangen. Anfangs ist das für jemanden aus dem Westen vielleicht ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Obwohl der Ausflug bis ins kleinste Details geplant war und daher schon fast etwas unpersönlich, fand ich es dennoch recht interessant und lohnenswert nach „Elephant’s World“ zu reisen. Außerdem habe ich herausgefunden, dass Elefanten borstig sind :)

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Der Kanchanaburi-Gnadenhof für Elefanten

Natürlich wollte ich seit ich in Thailand bin auch mal Elefanten ansehen, das versteht sich von selbst. Aber ich wollte es natürlich auch richtig machen. Ich habe vorher sehr viel über die Elefanten in Thailand und ihre nicht immer ganz artgerechte Haltung gelesen und habe recht früh entschieden, dass ich bestimmt keinen Elefanten reiten werde. Hier bei mir in Kanchanaburi gibt es so etwas wie einen Gnadenhof für Elefanten (Elephantsworld.org), wo vor allem alte oder auch gerettete Elefanten wohnen dürfen. Als Tourist kann man Elephantsworld besichtigen und helfen, die Elefanten zu versorgen und sogar mit ihnen baden. Das schien mir ein guter Deal, außerdem habe ich den Besuch von meiner Mutter zum Geburtstag gesponsert gekriegt. Vorletzte Woche war es endlich soweit!

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Weihnachten in einem fremden Land

Die zwei größten Ängste, die ich hatte, als ich das Praktikum angenommen habe, waren, dass ich wohl an Weihnachten und meinem Geburtstag allein sein werde. Beides hat sich- zum Glück- unwahr herausgestellt. Ich habe den Heiligen Abend mit meinen Kollegen und Freunden verbracht. Wir waren zusammen essen und haben uns danach eine Thai Massage gegönnt. Einmalig!

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Trauer in Thailand

Am 13. Oktober 2016 ist der König von Thailand  verstorben. Er war in Thailand hoch angesehen und wurde sehr verehrt, da er dem Land zum Wohlstand verholfen hat. Sein Tod kam für viele Thais sehr überraschend und war sehr schockierend für sie. Ich bin erst nach ca. zwei Wochen nach dem Tod des Königs nach Thailand gekommen, daher habe ich keine direkten Reaktionen erfahren.

 

Trotzdem ist der Tod des Königs ist deutlich im ganzen Land bemerkbar, so sind etwa alle öffentlichen Institutionen sind in Trauerfarben gehalten, das für uns bekannte schwarz und die buddhistische Trauerfarbe weis. Dazu gehören auch riesige, teilweise mit Blumengirlanden geschmückte Bildnisse des Königs, auch bei uns an der Schule. Für öffentliche Einrichtungen herrscht ein Jahr lang Trauer, was für mich im Klartext bedeutet, dass ich jeden Tag schwarz trage. Meine Betreuungslehrerin meinte, dass auch weis okay wäre, aber die allermeisten Frauen tragen einen schwarzen Rock und eine schwarze Bluse.

 

An der Schule hatten wir bis jetzt zwei Trauerfeiern für den verstorbenen König: eine wurde in schwarz abgehalten, während bei der anderen alle Beamten ihr hochformelle Uniform (weiß mit schwarzer Trauerbinde am Arm), in der sie nicht unterrichten dürfen, angezogen haben. Nicht-verbeamtete Kollegen haben schwarz getragen.

 

In der Öffentlichkeit herrscht drei Monate lang Trauer, die anfangs und vor allem auch in reicheren, städtischen Gegenden (Bangkok) recht strikt eingehalten wurde. Inzwischen ist es jedoch ein wenig lockerer geworden und es gibt die Variante, dass farbige Kleidung (oder nur ein farbiges Kleidungsstück) mit einer Trauer-Schärpe, die überall zu erwerben sind, kombiniert werden kann. Als Variationen gibt es T-Shirts, Ketten mit dem Bildnis des Königs, Armbänder mit Trauerinschrift sowie Broschen mit der thailändischen Nummer 9, die getragen werden können. In ärmeren ländlichen Gegenden, zum Beispiel in der Grenzregion des Drei-Pagoden-Passes wird farbige Kleidung getragen, da die Menschen nicht so viel Schwarzes besitzen oder es sich nicht leisten können.

 

Anbei ein Link zum Video der ersten Trauerfeier unserer Schule: https://youtu.be/Vxr7pm7sXD0

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Ein weiterer Wochenendtrip

Ein weiterer Wochenendtrip, diesmal in Begleitung: nachdem mich Aris, meine Kollegin, gefragt hat, ob sie am Wochenende mit mir reisen kann. Natürlich! Samstag früh sind wir also mit dem Minibus nach Sangklaghburi gefahren (ca. 3 Stunden), eine tolle Stadt an der Grenze zu Birma. Wir haben eine Bootstour gemacht, die berühmte Bambusbrücke betrachtet, ich habe mir einen unvergesslichen Sonnenbrand geholt und wir waren an dem Grenzübergang der drei Pagoden (Thailand-Birma). Abends sind wir dann noch auf dem Nachtmarkt zu Ehren des Königs. Das Hotel war zwar nicht so toll, aber für eine Nacht ging es schon. 

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Essen wie Gott in Thailand

Ich habe drei Tage die Woche von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr Schule, die anderen zwei Tage von 8:00 bis 16:30 Uhr. Das kann ganz schön lang werden, zum Glück gibt es immer die Mittagspause, die fünfzig Minuten dauert, und man kann auf dem für mich riesigen Schulgelände (meine Schule hat 3800 Schülerinnen und Schüler) ein leckeres Mittagessen für wenig Geld kaufen (1 Euro oder weniger). Die „Kantine“ besteht aus ca. 20 verschiedenen Imbissständen, die unterschiedlichste Leckereien verkaufen. Dabei gibt es vor allem wenn man früh genug kommt noch reichlich Auswahl, hier erst einmal ein Eindruck:

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Ein Wochenendausflug

Ich habe mich am Sonntag früh mit dem Bus in den Erawan Nationalpark gewagt. Der ist ca. 60 km weit weg und eine totale Touristenattraktion. Daher ging es für mich auch schon um sieben los. Die Fahrt ins bergige Umland von Kanchanaburi dauert dann doch 1 ½  Stunden. Der Bus war natürlich ganz schön voll und ab acht, oder halb neun wird es heiß. Das macht weniger, wenn die Türen während der Fahrt offen bleiben . Ich hab im Bus Sandra, eine sehr nette Schweizerin, kennengelernt. Der Nationalpark kostet ungefähr 8 Euro Eintritt für Touristen, ist es aber total wert: Es gibt 7 Staustufen des Wasserfalls und während die ersten noch gut zu begehen sind, sind die weiter oben (so etwa ab Stufe 4-5) schon eher für sportliche Menschen zu erreichen. Oben angekommen mussten wir erstmal ausruhen, bevor wir Fotos machen konnten. In der Zwischenzeit sind ganze Busladungen von Menschen gekommen, die zumeist im unteren Bereich waren. Insgesamt aber ein toller Tagesausflug!

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