Letzte Schulwoche / Abschied

Hey ihr Lieben :)

 

Das Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen. Auch schon in der vorletzten Schulwoche war, bedingt durch Ramadan, eine gewisse Lethargie zu spüren, die in der letzten Woche, zumindest auf Schülerseite, durch viel Grips ersetzt werden muss. Die letzte Schulwoche ist nämlich Exam Week. Das heißt jeden Tag mindestens ein Exam, was kombiniert mit den knapp drei Monate langen Ferien direkt anschließend Bulimie Lernen gleichkommt.

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Ramadan Kareem :)

Hey ihr Lieben :)

 

Am Samstag den 27. Mai hat der Fastenmonat Ramadan begonnen.

Dieser in der Junihitze doch eher anstrengende Monat ohne Trinken und Essen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bringt einige Veränderungen im Alltag mit sich.

 

Die Schule geht statt bis halb drei nur noch bis halb zwei und jede Schulstunde ist zehn Minuten kürzer. Die Schüler machen in den ersten Tagen einen relativ guten Eindruck, manche spielen sogar in der Mittagshitze Fußball. Den Lehrern merkt man das Fasten dann schon eher an. Eigentlich sind alle Lehrer bis Ende des Schultages anwesend, sobald sie aber ihre letzte Stunde rum haben, sieht man während Ramadan keinen mehr.

 

Am ersten Abend bin ich zur Kunstlehrerin der Schule gefahren, um gemeinsam mit ihrer Familie das Fasten zu brechen. Tagsüber hatte ich extra wenig gegessen, um dann Abends mehr essen zu können. Trotzdem wurde so viel Essen aufgetischt, dass ich Molokhiya nicht mehr anrühren konnte :D

Es gab Salat, gefüllte Auberginen, Reis, Hühnchen, gefüllte Weinblätter, Suppe etc etc

 

Die Restaurants, die sonst zu jeder Tageszeit gut gefüllt sind, waren gegen sechs Uhr wie ausgestorben. Auch auf den sonst so vollen Straßen war praktisch nichts los, da alle daheim auf das vierte Gebet des Tages gewartet haben.

Ich habe auch versucht zu fasten, aber bislang erfolglos. Ohne Trinken den Tag zu überstehen ist dann doch etwas unmenschlich. Für die Zeit von 07.00 bis 14.00 Uhr in der Schule ist das mit Klimaanlage aber machbar. Sobald ich Zuhause ankomme, wird der Durst aber zu groß :D

 

Ramadan mit Sara und ihrer Familie in Alex

 

Das erste Juniwochenende habe ich wieder bei Sara in Alex verbracht.

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Garbage City / Martin Resch zu Besuch

Hey ihr Lieben :)

 

letzte Woche Donnerstag ist Martin Resch nach Kairo gekommen, um eine Woche voller Gegensätze zu erleben.

Nach seiner Ankunft sind wir zuerst in die Szene Bar "The Tap" direkt neben Rehab gegangen, in die man nur reinkommt, wenn man sich über Facebook auf die Gästeliste setzen lässt. Wie oft am Donnerstagabend war die Bar sehr voll, die Musik à la Havanna und das Bier zu teuer.

 

Am Freitag ging es dann ins richtige Kairo. Zuerst haben wir uns die Azhar-Moschee angeschaut, die leider renoviert wurde und somit ihre sonstige Schönheit nicht vollkommen offenbaren konnte.

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Ismailia / Suez Canal

Hey ihr Lieben :)

Am 13. Mai (Samstag) stand wieder ein Ausflug mit Michael und seiner Geschichtsklasse an. Diesmal haben wir Kairo verlassen und sind um 6.30 Uhr morgens (eigentliche Abfahrtszeit war 06.00 Uhr, ein Schüler hatte aber verschlafen) mit einem Mikrobus nach Ismailia am Suez Canal gefahren. Nach ca. 1 1/2 h Kälte im Bus (die Klimaanlage war an und wir, Nils, Franziska und ich haben leicht gefroren) sind wir in einem ärmeren Stadtteil angekommen. Nachdem wir einen Großteil der informal communities durchquert hatten, kamen wir im betuchteren Stadtteil an, in dem sich viele Villen der Briten und Franzosen befinden, die damals den Suez Canal gebaut und kontrolliert haben, bis Nasser den Canal 1956 verstaatlichte. Seitdem sind die prachtvollen Gebäude vom ägyptischen Militär bewohnt.

 

Infolge des Sechstagekrieges 1967 und des Jom-Kippur-Krieges 1973 waren viele Bewohner nach Kairo ausgewandert, heute sind aber viele wieder zurückgekehrt. Der Stadtkern ist mit mehr als 200 000 Einwohnern schon doppelt so groß wie Jena. An vielen Orten der Stadt wird an die zwei Kriege erinnert. (siehe Fotos später)

 

Wir haben uns dort das Ismailia Museum angeschaut, das ägyptische Museum aus Kairo nur viel viel kleiner, auf einen Raum reduziert. Fundstücke bei der Errichtung des Kanals aus den verschiedensten Epochen waren dort ausgestellt (griechisch, römisch, koptisch etc). Eine Frau mit Burka hat uns eine Führung auf Arabisch gegeben und einer der Schüler hat für uns Deutsche auf Englisch übersetzt.

 

Danach gab es ein kleines ägyptisches Mittagessen in der Nähe des Museums, bevor wir den Rest des Tages am Hotelstrand / Pool verbracht haben. :) Das Seewasser war ein bisschen von Quallen bevölkert, weswegen der Pool danach vorgezogen wurde. In den 150 Pfund Tagespass waren 130 Pfund für Essen und Trinken einbegriffen, was wir auch ausgenutzt haben.

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Koptisches Kairo

Hey ihr Lieben :-)

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Events in der Schule

Hey ihr Lieben :)

 

In der MES, so wie in jeder Schule, geht es natürlich nicht nur um Unterricht, sondern auch um andere Zeitverteibe. Hier ein paar Beispiele, was ab und an in der Schule los ist:

 

Frauenfußball in den Mittagspausen

 

In unregelmäßigen Abständen wird Mittwochs in der Mittagspause zwischen den Schülerinnen der 5. und 6. Klasse und einigen Lehrerinnen auf dem Pausenhof ein Fußballspiel ausgetragen. Eine der Deutschlehrerinnen spielt auch manchmal mit und wird frenetisch von 1. und 2. Klässlern angefeuert (Frau Mishi, Frau Mishi!) Auch wenn sich die Schülerinnen voll reinhauen, gewinnen meistens die Lehrerinnen, unter denen eine herausragt, die anscheinend mal professionell Fußball gespielt haben soll... ;) 

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Eine Woche Urlaub mit Andrea :)

Hey ihr Lieben :)

 

Am 13. April begann in der American Section der MES der Spring Break (gleichzeitig auch die Osterfeiertage) und meine liebe Freundin Andrea kam aus Deutschland zu Besuch. Lufthansa hatte ein bisschen Verspätung (nicht sehr deutsch), aber dann konnten wir mit einem netten Taxifahrer nach Rehab fahren, der mindestens drei Mal "Welcome to Egypt" zu Andrea sagte.

Abends stand dann gleich ein Konzert einer Beatles-Coverband auf dem Gelände der Oper von Kairo an, d.h. Andrea bekam gleich einen Eindruck vom Verkehr und der Metro, die seit ein paar Wochen 2 LE statt 1 LE (10 Cent statt 5) kostet.

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Ägyptische Besonderheiten #1

Regen / Wasser

 

Es regnet generell sehr selten in Ägypten. Trotzdem muss der Schulbus ab und an durch riesige Wasserlachen fahren, die durch einen vergessenen Wasserschlauch oder ein undichtes Rohr entstehen. Bei solch großen Mengen Wasser auf der Straße ist Vorsicht geboten! Die Schüler sind jedes Mal aus dem Häuschen und zücken sofort ihre Handys, ein Taxifahrer meinte nur einmal lachend, endlich mal Meer in Kairo. Selbst wenn Wasser in normalen Mengen auf der Straße vorzufinden ist (Lache oder Pfütze) ist der sonst sehr zackige Busfahrer mit beiden Füßen sofort auf der Bremse und überwindet das angsteinflößende Hindernis mit max. 10 km/h Geschwindigkeit!!!

Ein anderes Mal geschah dieses Malheur auf der Gegenfahrbahn, wodurch auf unserer Seite auf einmal Gegenverkehr herrschte und nichts mehr in beide Richtungen ging, außer viel Hupen und Schimpfen. 

Eines Morgens hatte es die Nacht über sogar "heftig" gestürmt und geregnet, weswegen am nächsten Schultag viele Schüler zu spät kamen und dies auch niemanden verwunderte. "Es hat ja schließlich geregnet!" Die Morning Line fiel auch aus, da der Boden nass war... Die Kinder wird es nicht gestört haben ;)

 

Taxifahrer / Uber, Careem etc.

 

Dank der zwei Taxi-Apps Uber und Careem (zweiteres beschränkt sich auf Teile Afrikas und den Nahen Osten) kann man über sein Smartphone seinen Standort bestimmen und ein Taxi zu diesem Ort bestellen. Nach einer kurzen Wartepause wird einem angezeigt, wie der Fahrer heißt, wie sein Auto aussieht, welche Marke es ist, welche Plakettennummer das Auto hat und wie lange der Fahrer ca. noch zu deinem Standort braucht. Über die App kann man verfolgen, wo sich das Taxi befindet und auch mehr oder weniger sehen, wo es langfährt, auch wenn es manchmal kreuz und quer durch die App fliegt.

 

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Montazah / Schon wieder Alex (1. Aprilwochenende) :)

Hey ihr Lieben :) 

 

Jetzt gibt es gleich mehrere Einträge an einem Tag! Das passiert, wenn es am 21. April 2017 36 Grad warm ist und man eigentlich die Wohnung nicht verlassen will. Wie soll das nur in zwei Monaten Ende Juni werden?

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Deutsch Tag an der DEO / Erster Besuch in Kairo von Aurelia

Hey ihr Lieben :)

 

Am 7. April war es soweit, Aurelia Grabosch aka Aurelili aus der liebenswert verplanten Grabosch Familie kam auf ihrem Weg nach Südafrika für knapp vier Tage nach Kairo. Am selben Tag war an der Deutsch-Evangelischen Oberschule (DEO) in Kairo Downtown ein Deutsch Tag, an dem ich mich wie in einem kleinen Fleckchen Deutschland mitten im wilden Kairo gefühlt habe.

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Außercurriculares Projekt im Fach Deutsch – Werbeflyer über verschiedene Städte und Regionen Deutschlands

An der Modern Education School (MES) gibt es immer mehr Schülerinnen und Schüler, die Deutsch lernen. Während in früheren Jahren die Anzahl der Französischlernenden noch dominierte, haben sich in den letzten Jahren die Lernerzahlen langsam angeglichen. In den verschiedenen Divisions der MES (National, British, American) kann man entweder Französisch oder Deutsch lernen, beides geht nicht. Theoretisch 😉 können die Kinder dann am Ende ihrer Schullaufbahn neben der Muttersprache Arabisch noch Englisch (ab dem Kindergarten) und Französisch oder Deutsch.

Das Lehrerkollegium für Deutsch als Fremdsprache (DaF) ist sehr nett und besteht aus neun Lehrerinnen. Deutsch wird in der British und National Division aber der 1. Klasse unterrichtet, in der American Division ab der 4. Klasse.

 

Projektidee

 Als außercurriculares Projekt hatte ich mir im vergangenen Jahr überlegt, die SuS Werbeflyer für verschiedene Städte, Regionen oder Gebirge Deutschlands erstellen zu lassen. Diese sollten nach Fertigstellung vor der Klasse vorgetragen werden und die SuS sollten sich gegenseitig Punkte für die Gestaltung des Flyers und die Art der Präsentation geben.

Als ich das Projekt kurz im Lehrerzimmer vorgestellt hatte, meinte Omneya, dass sie erst kürzlich in ihrer 7. Klasse ein paar Städte und Ferienorte Deutschlands behandelt hätten und dass das Projekt thematisch ganz gut passen würde.

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Schulalltag / Schulausflug nach Downtown / Prom im Grand Nile Tower Hotel / Beauty and the Beast

Hey ihr Lieben 😊 

Die Zeit vergeht hier wie im Fluge! Eigentlich wollte ich diesen Artikel schon vor knapp zwei Wochen hochladen, aber es gab dauernd was für die Schule oder die Uni zu erledigen. Meinen Rückflug nach Deutschland habe ich schon gebucht. Jere kommt mich am 16. Juni besuchen, wir machen dann Ägypten für neun Tage zusammen unsicher und dann fliegen wir am 25. Juni mit Egypt Air zurück nach Frankfurt. Jetzt aber zu den letzten Wochen.

 

Ein bisschen Unterricht habe ich schon selbst gehalten, Aufsicht bei Tests gehabt, die nur eine halbe Stunde dauerten und wir danach Hangman gespielt haben und Lehrer vertreten, die auf Schulausflug waren. Die Kinder der British Division sind aber viel lieber als die der National Division… 😃 In den Klassen der jüngeren Schüler (5,6) stehen demnächst die Klassenarbeiten an, für die schon seit gefühlt drei Wochen gelernt wird. Als ich vor zwei Wochen eine Stunde zur Wiederholung übernommen habe, kam genau dasselbe dran, was dann in einem Quiz abgefragt wurde und dann nochmal nächste Woche in der Klassenarbeit. Im Unterricht scheinen die Schüler es immer zu verstehen, im Quiz kamen aber sehr lustige Antworten raus.

Beispiele : « Qu’est-ce que tu dis quand tu veux manger / boire ? » Die Antworten sollten: « J’ai faim / soif » heißen, ein Schüler entschloss sich aber, die Wochentage lundi, mardi etc als Antwort zu geben. Immerhin etwas hat er gelernt 😉

 

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Wochenende in Alexandria

Hey ihr Lieben 😊

Letztes Wochenende bin ich mit dem Zug nach Alexandria gefahren (der war sogar pünktlich!), um Sara und ihre Familie in ihrer Wohnung in Alex (wie die Ägypter sagen) zu besuchen. Die Fahrt vom Hauptbahnhof Ramses ans Mittelmeer dauert 2:20h, währenddessen man Getränke, Snacks und eine Power Bank kaufen kann. Kurz vor der Abfahrt war ich noch beim Goethe-Institut und habe Franzis und meinen Reisepass mit verlängertem Visum abgeholt. Dummerweise gilt das Visum nur bis zum 27. Mai, d. h. wir müssen die Reisepässe Mitte Mai nochmal nach Downtown bringen und verlängern lassen.

In Alexandria hat Sara mich vom Bahnhof abgeholt und bis zu ihrer Wohnung waren es sogar nur 10 min zu Fuß. Endlich mal laufen und nicht dauernd Taxi fahren 😃

Saras Wohnung / schweya masriyya

Ursprünglich ist Sara in einer anderen Wohnung aufgewachsen. Wäre das ganze Gebäude 2011 nicht ohne Vorwarnung sang und klanglos eingestürzt, hätte sie mir ihre alte Wohnung gezeigt. So konnte ich aber die neue sehen, im 11. Stock eines modernen Mehrfamiliengebäudes (viiiieeeel moderner als Lobeda, auch wenn der Aufzug nur in jedem 2. Stock hält und keine Tür hat), die sie sich schön eingerichtet hatten. Wie immer gab es bei meiner Ankunft sofort Essen und ich durfte wieder meine Arabisch Brocken zur Erheiterung der Runde zum Besten geben. Die Familie ist der festen Überzeugung, dass ich am Ende der vier Monate Ägypter bin und fließend Arabisch spreche.

 

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Kairo Downtown / Pyramiden / Fahrt auf dem Nil

Hey ihr Lieben :)

Nachdem die erste Woche in der Schule sehr schnell vorüber war, konnte Donnerstag um 11 Uhr das Wochenende beginnen. Die Woche geht hier in Ägypten von Sonntag bis Donnerstag und da habe ich schlauerweise meinen Donnerstag nur bis 11 Uhr belegt, um früher ins Wochenende starten zu können #ichbinsokluk

Der Sozialkundelehrer Michael ist ein sehr engagierter Lehrer Anfang 30, der eigentlich nur ein halbes Jahr nach Ägypten kommen wollte, um Arabisch zu lernen, jetzt aber in seinem 7. und letzten Jahr hier an der Schule ist. Keine Angst, ich werde hier nicht hängen bleiben ;) Leider ist er der einzige Lehrer, der an der ganzen Schule Sozialkunde unterrichtet, sonst ist dieses Fach nicht gern gesehen. Er meinte, die Direktorin der American Section würde hinter ihm stehen und wenn es sie nicht gegeben hätte, wäre er wahrscheinlich schon längst von der Schule geflogen (die Schule ist in eine britische, amerikanische und nationale Division mit unterschiedlichem Abschluss unterteilt). In seinem ersten Lehrjahr hatten sich Eltern beschwert, dass er Anti-Ägyptische Propaganda im Geschichtsunterricht verbreiten würde und wurde beinahe gefeuert. Heute meint er, dass im Klassenzimmer über alles geredet werden könne, nur außerhalb der Schule sollte man vor allem als Ausländer aufpassen, welche Meinung man äußert.

In Französisch war ich schon bei drei verschiedenen Lehrerinnen und einem Lehrer hospitieren, von der 5. bis zu 11. Klasse. Die meisten Stunden waren bis jetzt Grammatik lastig, aber es kommen bestimmt auch noch andere Schwerpunkte

 

Zitadelle

Jetzt aber zum letzten Wochenende, das ich mit Sara, meiner ägyptischen Mitbewohnerin aus Grenoble, und ihrer Familie in Downtown Kairo verbracht habe.

Getroffen haben wir uns bei der Zitadelle von Saladin, die Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist und diese Auszeichnung wirklich verdient. Teil der Anlage ist die Muhammad-Ali-Moschee, in die ich, natürlich ohne Schuhe, reingegangen bin. Innendrin wollten erstmal tausend Kinder wissen, wie ich heiße und unbedingt ein Foto mit mir machen. Dort habe ich auch Sara getroffen, die mir ihre Schwester Nesma, ihren Bruder Ahmed und die Frau ihres Bruders Imène (Halb Französin, halb Algerierin) vorgestellt hat. Ahmed und Imène wohnen in Marseille und waren für eine Woche auf Heimaturlaub und Nesma arbeitet bei einem ägyptischen Radiosender in der französischen Abteilung, wo sie alle möglichen Sendungen übernimmt. Nachdem tausend Selfies gemacht wurden, wollten wir noch in eine Art Militärmuseum, was aber leider geschlossen war. Der Eintritt zur Zitadelle beträgt 30 LE für Studenten, was umgerechnet 1,8 € sind.

 

Al-Azhar-Park

Danach sind wir eine stark befahrene Straße in Richtung Al-Azhar-Park langgelaufen, an der sich links Armensiedlungen, tote Hunde und sehr viel Müll aneinander reihten. Der Park selbst ist prächtig angelegt, mit Springbrunnen, Alleen, exotischen Pflanzen, einem schicken Restaurant auf der einen und einem Aussichtspunkt über Kairo Downtown auf der anderen Seite. Hier wurden auch wieder viele Selfies gemacht ;) Fotos unten!

Saras Familie / Nesmas Apartment

Als ich abends Saras Mutter und Vater kennenlernte, habe ich mein bestes Arabisch ausgepackt und trotzdem meistens gelächelt und gehofft, dass mir einer übersetzt. ;) Es gab sehr leckeres Abendessen, dessen Namen ich mir leider nicht merken konnte (viel Reis, Kartoffeln, Gemüse und Kefta, eine Art Mini Wurst, sehr lecker) und als ich schon kein Hunger mehr hatte, hat mir die Mutter weiter Essen gegeben und meinte nur „Kul“ (Iss!); da sagt man natürlich nicht nein. Zur Belustigung der Galerie sollte ich dann Angela Merkels Mimik nachmachen, was zwar nicht an Jean-Jacques rankam, aber sie fanden es alle sehr lustig. Nach dem Essen wollten wir eigentlich nochmal bisschen Downtown erkunden, aber außer Sara und Imène waren alle sehr müde, sodass wir nur ein Stück den Nil hoch und runter gelaufen sind. Einen kleinen Welpen haben wir gesehen, den ich am liebsten mitgenommen hätte! Aber ich kann meiner Familie kein zweites Kuckucksei zumuten.

 

Pyramiden

Nach einem sehr leckeren Frühstück mit Falafel, Ful und ägyptischem Brot gegen 11 Uhr (Ägypter schlafen ewig lange), haben wir ein Taxi zu den Pyramiden genommen. Eine Freundin von Sara, die für die englische Botschaft in Kairo arbeitet, hat uns begleitet. Ausländer müssen 8-mal so viel für den Eintritt zum Pyramidengelände wie Ägypter bezahlen. Schon vom Taxi aus beeindruckt die Größe dieser Pharaonengräber, aber wenn man davorsteht, ist man echt überwältigt. Ein paar Kinder wollten wieder Fotos mit mir machen und fragten mich nach meinem Namen. Eine Japanerin (von mindestens fünf großen Reisebussen voller Japaner) wurde von einem Schwarm kleiner Kinder regelrecht überfallen und erst wieder in Ruhe gelassen, als alle sie mal kurz berührt hatten.

Danach hatten sich die anderen mit zwei Kamelführern geeinigt, die uns auf drei Kamele und ein Pferd verteilten, die uns in ca. 1 1/2 h an den Gräbern der Pyramidenbauer vorbei auf eine Anhöhe mit schönem Panorama auf die drei großen Pyramiden (Cheops, Chepren und Mykerinos) führten. Auch dort wurden mehr als genug Fotos gemacht, bevor der Rückweg an der Sphinx vorbei angetreten wurde. Unsere Führer waren ein Mann mittleren Alters und ein kleiner, vielleicht 12-jähriger Junge. Die letzten fünf Minuten hat der Junge mich die ganze Zeit wegen Trinkgeld bequatscht und war dann leicht geknickt, als er nicht seine Euros oder US-Dollar wie erhofft, sondern nur ägyptische Pfund bekam. 

 

Koshary

Koshary ist eins der Nationalgerichte Ägyptens und gilt aber als Essen der Armen, da es sehr leicht zubereitet werden kann, sehr kalorienreich und nicht teuer ist. Ein Restaurant in Downtown serviert dieses Köstlichkeit aus Nudeln, Reis, Linsen  und würziger Tomatensoße über vier Stockwerke verteilt. Nach dem anstrengenden Kamelritt war das genau das richtige :)

 

Fahrt auf dem Nil

Am nächsten Tag (Samstag) war eine Bootstour auf dem Nil geplant. Um 14 Uhr waren dann alle bereit, sodass wir knapp 45 Minuten später auf einem großen Boot ganz alleine eine Stunde Nilfahrt genießen konnten. Sara hatte ihr Handy angeschlossen und spielte ägyptische Musik ab, woraufhin ihre Mutter mich zum Tanzen aufforderte :D Nach Habibi und einigen anderen arabischen Klassikern waren alle müde vom vielen Tanzen und die Bootsfahrt auch schon wieder beendet. Ein kurzer Stop bei Mcs (BigMac Menü für umgerechnet 2,50 €; laut einem Schüler der beste Preis für BigMac Menüs auf der ganzen Welt :D) war Pflicht, bevor ich ein Uber Taxi nach Hause genommen habe. Ahmed und Imène sind am gleichen Abend wieder nach Frankreich zurück geflogen und der Rest der Familie nach Alexandria zurück gefahren.

 

Dieses Wochenende geht es nach Alexandria, Bilder und Geschichten folgen!

Und heute habe ich auch meine erste Stunde in Französisch gehalten, war cool :)

 

Bis bald, Moritz :)

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Erste Woche in Kairo

Hey ihr Lieben :)

Nun bin ich schon fast eine Woche in Kairo und da wollte ich mal von mir hören lassen.

Der Flug verlief problemlos, in Athen habe ich im Flugzeug Franziska getroffen (sie studiert auch in Jena und macht ihr Praxissemester an derselben Schule wie ich, Geschichte / Geographie). Als wir in Kairo ankamen, hatte es geregnet, was hier schon eher eine Seltenheit ist. Nachdem wir uns an einer Art Bankschalter ein Visum für 25 Euro gekauft hatten, durften wir kurz darauf warten, dass ein sehr gelangweilter Sicherheitsbeamter dieses in unseren Pass klebt und einmal abstempelt. Das Gepäck kam nach kurzer Wartezeit am Karussell an und wir konnten aus dem Flughafen raus. Den Mitarbeiter des Goethe-Instituts fanden wir erst nach 10 min suchen, bei sehr vielen fragend guckenden Menschen am Ausgang des Flughafens hatten wir sein Schild nicht direkt entdeckt. Er war Ägypter, konnte ein bisschen Deutsch und nahm uns mit zum Auto: einem großen alten Benz.

 

Kairos Verkehr

In Ägypten fährt eigentlich jeder so, wie es gerade passt. Überholt wird links, rechts, dazwischen, Hupen ist das normalste der Welt, alle 500 m muss man abbremsen, um das Auto an den Bremsschwellen nicht zu demolieren. Ganz davon abgesehen sind die Straßen oft löchrig. Wenn man links abbiegen will, muss man auf den sehr breiten Straßen an bestimmten Stellen links in den Gegenverkehr einbiegen und dann an der nächstmöglichen Ausfahrt rechts raus. Bis jetzt habe ich noch keinen Unfall miterlebt, aber die scheinen hier auch nicht oft vorzukommen inshallah. ;)

 

Ankunft im Hotel

Die erste Nacht durften wir in einem Fünf-Sterne-Hotel verbringen, das nach Aussagen der Goethe-Instituts-Mitarbeiterin "ganz okay" sei. Es gab einen beheizten Pool, in dem ich auch mittags kurz schwimmen war, eine riesen Lobby mit Flügel, den man aber leider nicht spielen durfte, ein großes Frühstücksbuffet, Sauna, kleine Apotheke etc. Am Freitagnachmittag sind wir dann 100 Meter über die Straße zu einer der beiden Zentralen des Goethe Instituts gelaufen und wurden dort von besagter Mitarbeiterin empfangen.

 

Das Goethe-Institut

 

Das Goethe-Institut im Stadtteil Doqqi (sprich Do()i) ist sehr modern. Am Eingang durften wir trotz Verbot unser großes Gepäck mit reinnehmen, da wir ja eine Bombe darin haben könnten. Die Mitarbeiterin hat uns einmal das ganze Gebäude gezeigt, obwohl Freitag eigentlich Wochenende und das Institut geschlossen ist, aber sie meinte, sie arbeite auch oft am Wochenende. Unter der Woche sei das Institut fast schon überfüllt, da immer mehr Ägypter Deutsch lernen wollen.

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