How to Intern – Ankunft in Indien

Nach der Abgabe meiner Bachelorarbeit und einem stressigen Unistart, folgt nun endlich auch noch mal ein Blogeintrag von mir.

 

Die aufregende Ankunft 

Nach meinem achtstündigen Flug von Frankfurt nach Neu-Delhi, auf dem ich das Filmangebot voll ausgenutzt habe, kam ich endlich an. Mein Vermieter hatte mir versichert, dass er mich abholen würde und es stieg erst einmal Panik in mir auf, als ich ihn vor dem Flughafen nicht direkt fand und auch nicht mehr in den Flughafen reingehen durfte. Er hatte mir geraten, im Notfall jemanden nach dem Handy zu fragen, und ihn anzurufen, falls ich ihn nicht finden würde. Dies hab ich auch nach längerem Zögern getan und ihn kurz darauf gefunden. (Ich sollte noch feststellen, dass die meisten Inder sehr hilfsbereit sind). Die Frau, welche ich nach dem Handy gefragt hatte, hat mir ihr Handy direkt geliehen, ohne zu zögern. Es war ein Sonntag und leerer auf den Straßen. Nachdem wir zur Wohnung gefahren waren und ich mich etwas eingerichtet habe, hatte er mir angeboten, dass er mir ein wenig Delhi zeigt. Anfangs war es etwas komisch, mit einem fremden Mann im Auto zu sitzen und ich wusste nicht so wirklich was ich reden sollte, aber Gott sei Dank, konnte er sehr gut Englisch und wir konnten uns bald gut unterhalten.

 

Sightseeing und die ersten Eindrücke sammeln

Wir fuhren an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei und waren in einem indischen Supermarkt, da ich ja auch noch Lebensmittel für den nächsten Tag brauchte. In Indien haben die meisten Geschäfte jeden Tag geöffnet, nur die Märkte haben meist einen Tag die Woche geschlossen. Sehr lustig war hier, dass es auch deutsche Produkte gab – in einem kleinen Supermarkt mitten in einem Markt. Zunächst habe ich mich etwas gefreut, allerdings wollte ich sowieso gerne die indischen Produkte ausprobieren und beim Preis der deutschen Lebensmittel hab ich mich ziemlich erschrocken: Aldi-Schinken für 9 Euro und Lachs für 10 Euro!

 

Indische Gepflogenheiten

Abends hat mein Vermieter mich noch zum Essen bei ihm unten im Haus eingeladen. Es gab Dal (Linsen), Kartoffeln, Chapatis (indische Fladen) u.v.m. Was sehr komisch für mich war, war die „Maid“, die Küchenhilfe meines Vermieters. Dies ist aber in den meisten Haushalten ganz normal. Ich hatte sogar einige Wohnungsanzeigen gesehen, wo auch für mich eine Gehilfin da gewesen wäre. Diese hier hat nur mal bei mir geputzt und alles andere habe ich selbst gemacht. Ich war auch einmal über das Wochenende weg, da hat sie mir montags morgens Sandwiches vorbei gebracht. Daran musste ich mich erst gewöhnen, wusste dies aber sehr zu schätzen. Auch, wenn wir uns nicht verständigen konnten, da sie nur Hindi spricht, war sie für mich eine der nettesten Personen, die ich in Indien kennengelernt habe. Normal war es dann auch, sie am Ende des Aufenthaltes mit etwas Geld zu entlohnen.

 

Gott sei Dank gab es in meiner Wohnung Klimaanlagen (kann ich in Indien nur empfehlen, vor allem im April/Mai, wo die Temperaturen auch mal 45 Grad betragen!) und die komplette Wohnung gehörte mir. Also konnte ich in Ruhe schlafen.

 

So wirklich Zeit zum Eingewöhnen gab es nicht, denn der nächste Tag war schon der erste Tag an der Schule…

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How to Intern – Indien (Neu Delhi) „Es wird alles gut.“

Ich werde von nun an zu verschiedenen Themen rund um mein SCHULWÄRTS!-Praktikum in Neu-Delhi in Indien bloggen. Leider bin ich schon seit zwei Monaten wieder zuhause, aber vielleicht können diese Infos/Erlebnisse ja für kommende Praktikanten nützlich sein.
Fangen wir ganz vorne an: die Organisation. Wir kennen alle SCHULWÄRTS!, Spontaneität liegt hier an der Tagesordnung. Auch, wenn alles vor dem Aufenthalt noch so ausweglos erscheint, macht euch keine Sorgen. Ich bin selbst nicht gerade der spontanste Mensch auf Erden, war schon etwas gestresst und habe die ganze Zeit mit einer gewissen kleinen Angst gelebt.  Im Rückblick denke ich mir allerdings, dass diese ganze Spontaneität vielleicht auch ganz gut war, konnte ich mir so nicht viele Gedanken darüber machen, was alles schief gehen würde, nicht so viel über Indien recherchieren, was mir eventuell Angst eingejagt hätte. Und auch das Team von SCHULWÄRTS! hat einem soweit wie es ging geholfen und war immer als Ansprechpartner verfügbar, in Deutschland sowie in Indien. Und am Ende wurde auch alles gut, so wie SCHULWÄRTS! es immer gesagt hat. Vielen Dank für diese unglaubliche Chance und die doch sehr gute Betreuung!

Die Bewerbungsphase
Beworben habe ich mich im Juni 2016 für einen Aufenthalt von April bis Juni 2017. Wie es die deutsche Pünktlichkeit von mir wollte und ich es auch von anderen Bewerbungsfristen kannte, sehr früh im Voraus. Zu früh für SCHULWÄRTS! – „Wir melden uns gegen Ende des Jahres bei Ihnen, sind aber von Ihrer Bewerbung sehr angetan und Sie sind unter Vorbehalt angenommen.“ (so ungefähr war der Wortlaut der Antwort, die Anfang August 2016 bei mir eintraf). Was genau heißt denn bitte „unter Vorbehalt“? – „Wir können leider noch keine endgültigen Zusagen ausgeben, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie angenommen.“ =) Yes, eine Hürde geschafft! Nach Prioritäten geordnet hatte ich mich für Australien, Indien, Norwegen, Tschechien und China beworben, war noch nie außerhalb Europas unterwegs. Ende des Jahres bekam ich dann nach einer Nachfrage gesagt, dass man leider in 2016 noch keine Zusagen für 2017 geben könnte. So langsam fing meine Angst an, nicht alles rechtzeitig planen zu können, es sollte ja auch noch ein Ausreiseseminar geben.

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